Ein Lied kann eine Brücke sein
,,Wir sind durch Deutschland gefahren. Vom Meer bis zum Alpenschnee."Mit viel Herzblut hat der 14- Jährige Serkut dieses Volkslied aus dem 19. Jahrhundert auf der Bühne des Mannheimer Bürgersaals gesungen. Er war einer von über 100 Jugendlichen ,die sich beim ersten Regionalfinale der Deutsch- Türkischen Kulturolympiade für das Deutschlandfinale am 20. März in Stuttgart qualifizieren wollten.
Nein, Wanderers Nachtlied von Goethe stand nicht auf dem Programm der Kulturolympiade,bei der Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund deutsche Lieder Gedichte vorrtrugen. Dafür sangen Furkan und Orkan aus Mannheim ein fröhliches Horch, was kommt con draußen rein. Auch Johannes Brahms ,,Guten Abend,Guten Nacht" war zu hören- vorgetragen von der neunjährigen Ilayda. Im Gegenzug überzeugte Svenja aus Homburg mit einem gefühlvoll-trarigen ,,Gidemen" des türkischen musikers Ferhat Göcer. All das von eben so großem Beifall quittiert wie die restlichen Beiträge der Teilnehmer, die zwischen nein und 19 Jahren alt sind und aus der gesaamten Metropolregion ins Stadthaus gekommen waren.
Es ist der Sinn der Kulturolympiade, dass sich die Teilnehmer mit Migrationshinterggrund am deutschen Volksgut versuchen, während türkischsprachige Lieder und Gedichte von ,, Nicht- Muttersprachlern" zu hören waren. Bewertet wurde das von einer deutsch- türkischen Jury. ,, Wir achten auf Artikulation,Intonation,Rhythmus und Ausdruck", verrier Jury- Mitglied Gerhard Mersmann. Und nur die Gewinner dürfen ihr Können in Stuttgard präsentieren,wo die ,,Deutschland - Sieger" ermitelt werden, die sich wiederum für das große Weltfinale in Ankara qualifizieren können.Bei der neunten Auflage der Kulturolympiade vor einem Jahr pflegten hier 550 Menschen aus 120 Nationen den kulturellen Austausch.
,, Immer mehr Menschen interessieren sich für die türkische Kultur. Wir wollen zeigen, dass wir uns auch für die deutsche Kultur interessieren", erklärte Fatih Yilmaz, zweiter Vorsintzender des Türkisch- Deutschen Bildungsvereins und Organisator der Regionalentscheidung. Schließlich sei der interkulturelle Austausch das völerverbindende Element in einer globalisierten Welt. Stadtrat Stefan- Fulst- Blei erinnerte als Vertreter der Mannheimer Stadtverwaltung an den Ansatz des Franzosen Rierre de Coubertin, der ,,nationale Egoismen überwinden" wollte. ,,Der Unterschied ist nur, dass er es mit Hilfe des Sports versucht hat. Und hier geschied es über die Kultur. Es soll deutsche und türkischstämmige Jugendliche näher zueinanderbringen."
und alles nach dem Ansatz des persischen Dichters und Mystikers Dschalal ad- Din ar- Rumi, der schon im 13. Jahrhundert fomulierte hatte: "Lassr und in ein Meer der Einheit tauchen. Wir sind alle Wanderer des selben Weges.
Quelle: Die Rheinpfalz






